ATLAS-Teilnehmerinformationen zum Warenverkehr mit Kanada, zu Änderungen bei ATLAS-Ausfuhr sowie zum EU-Trader Portal veröffentlicht

Die Zollverwaltung informiert mit Teilnehmerinformation Nr. 3650/17 vom 21. September 2017 zu Angaben in ATLAS-Einfuhr beim Warenverkehr mit Kanada.

So werden bei einer beantragten Begünstigung „3XX“ ermäßigte Abgabensätze für kanadische Ursprungswaren gewährt, wenn eine Ursprungserklärung auf der Rechnung mit TARIC-Unterlagencodierung N864 angemeldet wird.

Dagegen entfällt der Nachweis der Direktbeförderung (Unterlagencodierung 7HHF). Da im Freihandelsabkommen CETA beim Gewähren von ermäßigten Abgabensätzen im Post- und Reiseverkehr derzeit keine Vereinfachungen vorgesehen sind, ist auch die entsprechende Unterlagencodierung „4EEP“ nicht anwendbar.

Mit ATLAS-Teilnehmerinformation Nr. 3667/17 vom 22. September 2017 informiert die Zollverwaltung über Änderungen bei ATLAS-Ausfuhr (AES).

Danach wird zum 1. Oktober 2017 der Status „63“ (Waren teilweise ausgeführt) eingeführt, der bei einer Statusanfrage durch Teilnehmer zurückgemeldet werden kann.

Darüber hinaus ergeben sich ab dem 8. Oktober 2017 Änderungen der Codelisten für die Anmeldungen CO, EU und EX im Warenverkehr mit der Insel Helgoland, Nordzypern, San Marino und Andorra sowie der Q-Codierungen für Waren des Schiffs- und Luftfahrzeugbedarfs.

So gelten Waren, die nach Helgoland versandt werden, gemäß Art. 140 Abs. 2 UZK- DA als zur Ausfuhr angemeldet. Diese Anmeldefiktion gilt gem. Art 142 c) und d) UZK- DA nicht, wenn es sich um Waren handelt, die Verboten und Beschränkungen oder besonderen Förmlichkeiten unterliegen. In diesem Fall ist eine elektronische Ausfuhranmeldung unter Verwendung von Art der Anmeldung „EX“ und Bestimmungsland „DE“ erforderlich.

Die weiteren Einzelheiten können der Fachmeldung entnommen werden.

Mit ATLAS-Teilnehmerinformation Nr. 3670/17 vom 25. September 2017 informiert die Zollverwaltung über die Inbetriebnahme des EU-Trader Portals (EU-TP) ab dem 2. Oktober 2017.

Das EU-Trader Portal ermöglicht den Informationsaustausch zwischen den Wirtschaftsbeteiligten und den Zollbehörden, der gemäß Artikel 6 Unionszollkodex mittels elektronischer Datenverarbeitung erfolgen soll.

So sollen zukünftig z.B. Anträge auf Bewilligungen und die Entscheidungen hierüber in elektronischer Form gestellt bzw. mitgeteilt werden. Hierfür ist neben einer gültigen EORI-Nummer auch ein EU-Nutzerkonto erforderlich, dessen Einrichtung mittels Antragsformular 05700 bei der Generalzolldirektion, Direktion II – Dienstort Dresden, Team Stammdatenmanagement zu beantragen ist.

In Deutschland ist die Nutzung des Portals ab 2. Oktober 2017 ausschließlich für mitgliedstaatenübergreifende Bewilligungen zugelassen (vormals „Einzige Bewilligungen“). Eine papiermäßige Antragstellung ist in diesen Fällen nicht mehr zulässig und führt zur Nichtannahme des Antrags.

Anträge auf Bewilligungen, die ausschließlich in Deutschland abgewickelt werden, sind weiterhin papiermäßig mit den vorgesehenen Vordrucken des Formular-Management-Systems beim zuständigen Hauptzollamt zu beantragen. Die Antragstellung über das EU-TP ist nicht zulässig und führt zur Nichtannahme des Antrags.

Die ATLAS-Teilnehmerinformationen stehen unter der Rubrik „ATLAS-Publikationen“ zum Download bereit.

Quellen:

ATLAS-Teilnehmerinformation Nr. 3650/17 vom 21. September 2017

ATLAS-Teilnehmerinformation Nr. 3667/17 vom 22. September 2017

ATLAS-Teilnehmerinformation Nr. 3670/17 vom 25. September 2017